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Klimaschutzkonzept für den Landkreis Nienburg

KlimaschutzintiativeIm Februar 2010 fiel der Startschuss für die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts für den Landkreis Nienburg.

An der Auftaktveranstaltung nahmen über 50 geladene Gäste aus Wirtschaft und Verwaltung teil und entwickelten bereits erste Ideen. Das Konzept soll u. a. die regionalen Potenziale zur CO2-Reduzierung ermitteln und die Unabhängigkeit der Region von konventionellen Energiequellen voranbringen.

Seit April geht das Klimaschutzkonzept in seine nächste Phase: in fünf thematischen Arbeitsgruppen werden die Grundlagen erarbeitet sowie gemeinsam Potenziale und Möglichkeiten diskutiert. Themenfelder sind: energetische Modernisierung im privaten Gebäudebestand sowie in kommunalen Liegenschaften und energieeffizienter Neubau; verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, besonders Bioenergie; mehr Energieeffizienz in Unternehmen und Energieeinsparung in privaten Haushalten. „Die damit verbundenen Investitionen sparen Kosten, schaffen Arbeitsplätze und fördern nachhaltig die regionale Wirtschaft", betont Landrat Heinrich Eggers. Klimaschutz zahle sich in vielerlei Hinsicht aus.

Zu dem Konzept gehören neben der Festlegung von Aktionsschwerpunkten und der Entwicklung geeigneter Maßnahmepakete die Erfassung des Energieverbrauchs und der Versorgungsstruktur in der Region sowie die Erstellung einer fortschreibbaren CO2-Bilanz.

Zentrale Bedeutung hat dabei die möglichst breite und umfassende Beteiligung der maßgeblichen Akteure vor Ort: aus Verwaltung, Kammern, Energieversorgungsunternehmen, Unternehmen, Wohnungswirtschaft, Handwerk und Landwirtschaft. „Wir wollen ein von breiter Zustimmung getragenes Konzept für den Landkreis auf die Beine stellen. Hierzu können sich die Akteure z. B. in nun tagenden Arbeitsgruppen an dem Prozess beteiligten", lädt Dietrich Pagels, Leiter der Regionalentwicklung beim Landkreis, diese zur Mitarbeit ein.

Im Dezember 2010 soll das Handlungskonzept fertig gestellt sein und dem Kreistag zur Entscheidung vorgelegt werden. Danach soll eine Klimaschutzagentur für den Landkreis eingerichtet werden, um die Umsetzung des Konzepts ab 2011 voranzutreiben.

Gefördert wird die Entwicklung des Handlungskonzepts vom Bundesumweltministerium, das rund 80 % der Kosten in Höhe von rund 180.000 € trägt.  Mit der Erarbeitung des Konzepts ist die target GmbH aus Hannover beauftragt. „Ein Klimaschutzziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 den CO2-Ausstoß in Deutschland um 40 % gegenüber 1990 zu verringern", unterstreicht deren Geschäftsführer Andreas Steege. „Ein großer Teil der Einsparpotenziale liegt auf dem Gebiet der Kommunen". Landkreis und Gemeinden hätten damit die große Chance, einen Beitrag zur Klimaschutzinitiative zu leisten und gleichzeitig von den wirtschaftlichen Effekten zu profitieren.

Interessierte finden weitere Informationen auf der Webseite der target GmbH (www.targetgmbh.de) - dort finden Sie auch einen Kalender mit den verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes.

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