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Alte Deponie „Krähe“ wird endgültig versiegelt

09.07.2010

Letzte Arbeiten haben begonnen: Ersatz für zehn Jahre altes Provisorium

Nach dem 3. Bauabschnitt werden jetzt auch die Abschnitte I und II der Altdeponie „Krähe“ endgültig versiegelt. Dazu wird die vor rund zehn Jahren angelegte temporäre Oberflächenabdichtung ersetzt.

Klaus Doering erklärt die OberflachenabdichtungNachdem die ehemalige Zentraldeponie „Krähe" in den vergangenen Jahren in ein modernes Umschlag- und Logistikzentrum für die Abfall- und Wertstoffströme aus dem Landkreis Nienburg umgebaut worden ist, wurde der in drei Abschnitte unterteilte „Müllberg" fachgerecht abgedichtet. Damit wird sichergestellt, dass weder Grundwasser noch Boden oder Luft von den rund 1,2 Millionen Kubikmetern eingelagerten Abfällen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die vom Ingenieurbüro Assmann aus Braunschweig geplante Oberflächenabdichtung besteht aus mehreren Schichten, erläutert Diplom-Ingenieur Klaus Doering, Abteilungsleiter Technik des Betriebs Abfallwirtschaft Nienburg/Weser (BAWN): Direkt auf dem Abfall befindet sich eine 30-Zentimeter-Schicht Glassand. Dann folgen eine 2,5 Millimeter dicke Kunststoff-Dichtungsbahn und weitere 30 Zentimeter Glassand. Hierauf werden Bentonitmatten verlegt, die durch eine Schicht Feinsand geschützt werden. Eine Schicht aus Drain-Matten wird das Eindringen von Oberflächenfeuchtigkeit verhindern. Den Abschluss bilden 1,5 Meter so genannter Rekultivierungsboden, auf dem flach wurzelnde Büsche und Kräuter wachsen können. Um sicherzustellen, dass die Abdichtung dauerhaft stabil und sicher installiert wird, hat die zuständige Fachfirma Hermanns aus Kassel zunächst ein so genanntes Testfeld aufgebracht. Es entspricht im Aufbau exakt der späteren Abdichtung. Dieses Testfeld wurde von Gutachtern geprüft. Nachdem alles in Ordnung ist, wird nunmehr der gesamte Bauabschnitt versiegelt. Klaus Doering beziffert die Kosten der Maßnahme auf rund 1,5 Millionen Euro.

„Diese endgültigen Oberflächenabdichtung führt jetzt und in Zukunft zu keiner Gebührenbelastung, denn die Kosten sind bereits während der Nutzungsdauer durch die Gebührenzahler erbracht worden. Für die Rekultivierung der gesamten Deponie sind zusammen 5,5 Millionen Euro ausgegeben. Und für die 30jährige Nachsorge befinden sich zusätzlich 4,2 Million Euro in der Rücklage", so Vorstand Verwaltungsoberrat Frido Dieckmann.


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