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Einwohnerzahl 2009
Am 31.12.2009 hatte der Landkreis Nienburg/Weser 122.989 Einwohner (E), ein Viertel davon in der Kreisstadt Nienburg. Der Rest der Bevölkerung wohnt in 11 weiteren Städten, Gemeinden, Flecken und Samtgemeinden, von denen nur die Stadt Rehburg-Loccum sowie die Samtgemeinden Grafschaft Hoya und Uchte mehr als 10.000 E erreichen.
Bevölkerungsentwicklung seit 1980
Seit 1980 hat die Einwohnerzahl im Kreisgebiet um rund 9.500 E, d.h. ca. 8 %, zugenommen. Vor allem in den Nachbargemeinden der Kreisstadt Nienburg und den an die Region Hannover angrenzenden Städten und Samtgemeinden sowie in der SG Eystrup ergaben sich Zuwächse von über 10 %. Diese Zunahme der Einwohnerzahl ist allein auf Überschüsse in der Wanderungsbilanz zurückzuführen. Die Entwicklung in Stolzenau und Liebenau ist deutlich von dem Fortzug Angehöriger militä-rischer Streitkräfte und der nachfolgenden Ansiedlung von Aussiedlern beeinflusst. So kamen nach der Öffnung der Ostgrenzen 1989 und 1990 sehr viele Aus- und Ü-bersiedler nach Liebenau, weil hier freie und sehr günstige Wohnungen zur Verfügung standen (Waldsiedlung, ehem. Polizeischule, Wohnungen der abgezogenen Engländer). Mitte der 90'er Jahre zogen Teile dieser Bevölkerungsgruppe in andere freie Wohnungen - speziell in die "Holländer-Siedlung" in Stolzenau, nachdem dort der holländische Standort aufgelöst worden war.
Während die Entwicklung in den 80‘er Jahren stagnierte (insgesamt wurde im Kreisgebiet eine Zunahme von 3 % erreicht), haben in den 90‘er Jahren alle Gemeinden deutliche Zuwächse erzielen können (Ausnahme Liebenau). Die Einwohnerzahl im Kreisgebiet hat von 1990 bis zum Jahr 2000 um fast 8 % zugelegt. In Stolzenau, Eystrup, Heemsen und Steimbke wurden Zuwächse von mehr als 10 % erreicht.
Seit dem Jahr 2000 begann die Einwohnerzahl in den Gemeinden zu stagnieren. In den Jahren 2008 und 2009 war für alle Gemeinden eine nennenswerte Abnahme zu beobachten. In Liebenau und Rehburg-Loccum hat sich die Einwohnerzahl seit dem Jahr 2000 bereits um mehr als 4 bis über 5 %, in Steimbke und der Grafschaft Hoya um 3 bis 4 % verringert. Nur in Eystrup hat die Bevölkerung gegenüber dem Jahr 2000 noch nicht abgenommen.
Bevölkerungsentwicklung 2000 bis 2008
Altersstruktur 2007
Die Altersstruktur der Bevölkerung im Landkreis Nienburg/Weser ist gekennzeichnet durch ein Maximum im Bereich der geburtenstarken Jahrgänge (Altersgruppe 36 – 48 Jahre mit durchschnittlich 2.050 E pro Jahrgang). Sekundäre Maxima sind für die Kinder der Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen (Altersgruppe 5 – 18 Jahre mit durchschnittlich 1.430 E pro Jahrgang) und die z.Z. des Dritten Reiches geborenen, heute jüngeren Senioren (ca. 64 bis 74 Jahre mit durchschnittlich 1.420 E pro Jahrgang).
Die Entwicklung der Altersstruktur ist seit etlichen Jahren durch eine Abnahme der Zahl der Kinder gekennzeichnet. Beträgt die Zahl 14 bis 20 jährigen noch mehr als 1.500 E pro Jahrgang, erreichen die Jahrgänge der 9 bis 13-jährigen noch zwischen 1.400 und 1.500 E, die der 6 bis 9-jährigen nur noch 1.200 bis 1.300 E, die 2 bis 5-jährigen nur noch 1.100 bis 1.200 E und die unter 2-jährigen nur noch 1.000 bis 1.100 Kinder pro Jahrgang. Anhand der Altersstruktur kann erwartet werden, dass die Zahl der Geburten in den kommenden Jahren auf diesem niedrigen Niveau stagniert, weil die Jahrgänge der Frauen, die dann Kinder bekommen, nämlich die heute 20-30-jährigen mit durchschnittlich ca. 1.300 Personen pro Jahrgang, ein sekundäres Minimum in der Alterspyramide bilden.
Einwohnerdichte
Bei einer Gesamtfläche von ca. 1.399 km² ergibt sich eine Einwohnerdichte von lediglich 88 E/km², die weit unter den entsprechenden Werten für den ehem. Regierungsbezirk, das Land bzw. den Bund liegt. Die Einwohnerdichte variiert im Landkreis deutlich. Neben der Stadt Nienburg (499 E/km²) erreichen nur die Stadt Rehburg-Loccum, die Gemeinde Stolzenau und die Samtgemeinde Eystrup eine Einwohnerdichte von mehr als 100 E/km² auf. Mit knapp unter 40 E/km² ist die Samtgemeinde Steimbke besonders dünn besiedelt.
Demographischer Wandel
Der Rückgang der Geburtenzahl und eine immer noch weiter ansteigende Lebenserwartung haben zur Folge, dass die Bevölkerung mittel- und langfristig schrumpft, sich aber bereits kurzfristig dramatische Veränderungen in der alterstrukturellen Zusammensetzung der Kreisbevölkerung ergeben.
Im Landkreis Nienburg/Weser wird die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2025 um mehr als 10.000 auf dann ca. 113.000 Einwohner abnehmen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in den kommenden Jahren Geburtendefizite mit Wanderungsverlusten zusammenkommen. Die Abnahme wird vor allem für die Altersgruppen der Kinder und Jugendlichen (0 bis 15 Jahre) sowie der jüngeren Erwerbsfähigen (25 – 45 Jahre) groß sein (z.T. über 30 %). Im Gegenzug wird die Altersgruppe der älteren erwerbsfähigen (45-65 Jahre) um fast 20 %, die der Hochbetagten (80 und mehr Jahre) um knapp 50 % zunehmen.
Quelle der Daten: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen.
Ansprechpartner/in
- Herr Arndt
Kreishaus B, Zimmer 457
Kreishaus am Schloßplatz
31582 Nienburg
Telefon: 05021 967-4 78
Fax: 05021 967-4 34
E-Mail: regionalentwicklung@kreis-ni.de
Ämter / Sachgebiete
Dokumente
Links
- NIW-Gutachten "Daseinsvorsorge im Demografischen Wandel"
- Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN)
- NLS-Online
- Bevölkerungsentwicklung in den Ortsteilen 1990-2006
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