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Führungen durch besondere Baudenkmale im Landkreis Nienburg

24.06.2009

Vier Baudenkmale im Landkreis Nienburg öffnen am Wochenende im Rahmen der Ausstellung „Handwerk in der Denkmalpflege" ihre Türen. Die ehemals Königliche Kuranlage Bad Rehburg, das Rittergut Brokeloh, das Scheunenviertel Estorf und das ehemalige Benediktinerkloster Schinna zeigen am 27. und 28. Juni Beispiele für gelungene Restaurierungen.

Rittergut BrokelohAls in Deutschland einzigartiges Bau- und Kulturdenkmal aus der Zeit der Romantik lädt die ehemals Königliche Kuranlage „Romantik Bad Rehburg" am 27. Juni zu einer Besichtigung ein. Der einst als „Madeira des Nordens" bekannte Kurort war vor allem zwischen 1750 bis 1850 in Adelskreisen bis hin zum Hannoverschen Königshaus beliebt. Zu den heutigen Sehenswürdigkeiten gehören das frühklassizistische Neue Badehaus, die Wandelhalle, die Friederikenkapelle, das ehemalige Brunnenhaus und Teile des alten Kurparks. Die Führung startet um 11.30 Uhr in der Friedrich-Stolberg-Allee 4 in Bad Rehburg.

Auch das Rittergut Brokeloh öffnet am 27. Juni seine Tore. Das Gebäude, das ab 1545 von Clamor von Münchhausen im Stil der Weserrenaissance erbaut wurde, war früher von einem doppelten Wassergraben umgeben. Sohn Erich-Hans vollendete das Gebäude um 1600 als Vier-Flügelanlage. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Castrum baufällig geworden und musste aufwendig saniert werden. Heute stehen der Gutshof und die zum Gut gehörenden Tagelöhnerhäuser unter Ensemble-Denkmalschutz. Die Führung im Rittergut Brokeloh beginnt um 15 Uhr.

Ein baugeschichtlich einmaliges Kleinod erwartet Besucher am 28. Juni in Estorf. Nach dem dreißigjährigen Krieg war unter einem Eichenhain ein Scheunenviertel mit mehr als 40 Vorratsscheunen entstanden. Sieben Scheunen wurden aufwändig restauriert und beherbergen heute ein Heimatmuseum mit verschiedenen Ausstellungen. Gäste können sich um 10.30 Uhr durch das Scheunenviertel in der Neuen Schulstraße führen lassen.

Ebenso das ehemalige Benediktinerkloster Schinna mit seiner bauhistorisch bedeutenden Notkirche kann am 28. Juni besichtigt werden. Der erhaltene Baubestand des ehemaligen Benediktinerklosters Schinna, einer hochmittelalterlichen Gründung, wird durch ein Ensemble aus Abtshaus, zwei Flügeln des Konventsgebäudes sowie einer nördlich des Klosterhofs befindlichen Fachwerkkirche gebildet. Die Führung beginnt um 15 Uhr im Domänenweg 2 in Stolzenau-Schinna.

Sämtliche Besichtigungen stehen im Zusammenhang mit der Ausstellung „Handwerk in der Denkmalpflege" im Nienburger Rathaus. Sie ist noch bis zum 5. Juli montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr im Rathaus-Foyer (Marktplatz 1, 31582 Nienburg) zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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